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Unser megaCryl ist ein neuer Kunststoff mit Microperlen. Es ist ein kaltpolymerisierender Kunststoff für Bohrschablonen in der Implantologie und alle Indikatoren in der Kunststoff-Prothetik.

Seine Vorteile sind:

  • reduzierte Schrumpfung
  • weniger Restmonomer
  • beste Passgenauigkeit
  • Plac Reduzierung durch extrem glatte Oberfläche
  • besseres Anmisch-, Polier- und Schleifverhalten


Das Mischungsverhältnis von megaCryl Pulver / Monomer ist 1:4. Gewöhnlicher Prothesenwerkstoff wird 1:7 vermischt.

Ein weiter am Markt vertretener, vergleichbarer Microperlenkunststoff liegt preislich fast 50% höher als megaCryl.

megaCryl ist in verschiedenen Farben lieferbar. Wobei megaCryl S für die Injektionstechnik, megCryl N für die Gießtechnik entwickelt wurde.

Tips und Tricks zu megaCryl

 

Falsches Mischungsverhältnis

Farbabweichungen

Monomerüberschuss

Erhöhung der Polymerisationsschwindung, Passungsgenauigkeiten und Falten an der Kunststoffoberfläche

Pulverüberschuss

keine ausreichende Benetzung des Pulvers mit Liquid, Bildung von Schwundvakuloren. Der Kunststoff polymerisiert nicht vollständig aus, die Festigkeit / Stabilität nimmt ab Der Druck zum Fließen des Kunststoffes muss erhöht werden, Gefährdung der Einbettform und mögliche Bisserhöhung

Falsche Durchmischung

Fabschlieren, Porositäten durch Lufteinschlüsse und Farbabweichungen

Polymerisationszeit nicht eingehalten

Unvollständige Polymerisation, geringe Stabilität, hoher Restmonomergehalt Porositäten und Passungsgenauigkeiten

Polymerisationstemperatur zu hoch

Porositäten, Kunststoff wird zu schnell fest, unkontrollierte Polymerisation

Polymerisationstemperatur zu niedrig:

Porositäten, Kunststoff wird nicht fest, keine vollständige Polymerisation

Falscher Gips oder Anquellzeit vergessen

Passungsgenauigkeiten

Zu viel Isolierung verwendet oder falsch isoliert

Weiße Schlieren an der Prothesenbasis

Zu wenig Isolierung verwendet

Prothese verbindet sich mit dem Einbettgips

Fehler beim Ausarbeiten / Polieren

Formänderungen und lokale Gefügespannungen, Plaqueanlagerungen

Falsche Lagerung

Verklumpen des Pulvers durch ziehen von Feuchtigkeit Verarbeitungsbreite zu gering (zu heiß gelagert), Verarbeitungsbreite zu lang (zu kalt gelagert)

 


Für reproduzierbare Farben immer gleiche Mischungsverhältnis verwenden., Pulver und Liquid abwiegen! Beachten Sie generell die von uns beigefügten Verarbeitungshinweise um Verarbeitungsfehler und daraus resultierende Probleme auf ein Minimum zu reduzieren oder ganz auszuschließen!



Allgemeine Informationen
Im Jahr 1847 fertigte der US-amerikanische Zahnarzt Thomas W. Evans die erste Kunststoffprothese aus vulkanisiertem Naturkautschuk. Die Passgenauigkeit und Ästhetik von Kautschukprothesen ließen allerdings stark zu wünschen übrig. Dem Zahnarzt Gottfried Roth gelang 1936 durch Vermischen von gemahlenem Polymethylmethacrylat mit dem entsprechenden Monomer die Herstellung der ersten brauchbaren und ästhetisch zufriedenstellenden Prothese. Dies stellte den Durchbruch der Prothesenkunststoffe dar.

Heute werden europaweit jährlich über 400 Tonnen Prothesenkunststoff verarbeitet. Dies entspricht etwa 10 Millionen Totalprothesen.

Die Anforderungen, die ein idealer Prothesenkunststoff mittlerweile erfüllen muss, sind sehr vielfältig.

Anforderungen des Patienten

Natürliches Aussehen, gute hygienische Eigenschaften, d.h. Keine Aufnahme von Fremdstoffen sowie leichte Reinigung. Hohe Biokompatibilität d.h. keine toxischen, kanzerogenen oder sensibilisierenden Eigenschaften. Hohe Mundbeständigkeit, d.h. Unlöslichkeit/Resistenz im Mund und Geschmack- und Geruchlosigkeit, hohe Passgenauigkeit und Formbeständigkeit für ein müheloses Kauen, Sprechen und ein angenehmes Tragen.

Anforderung des Zahntechnikers
Verarbeitungsbezogene Unbedenklichkeit, schnelle, einfache und sichere Verarbeitung. Universelle Einsetzbarkeit des Kunststoffs, hohe Verbundfestigkeit zu anderen Werkstoffen, z.B. künstlichen Zähnen oder metallischen Elementen.

Möglichkeit der Anpolymerisation zur Reparatur, Erweiterung und Unterfütterung. Gute physikalische Eigenschaften, wie hohe Bruch- und Abrasionsfestigkeit, hohe Oberflächengüte und Dimensionsstabilität.

Es gibt verschiedene Systeme z.B. Kalt- Heißplymerisate, Thermoplastisch verarbeitbare  Kunststoffe, PVC/PMMA-Mischpolymere, Polyacetale (Polyoxymethyleno, POM), Polyamide und Polymethylmethacrylat (PMMA) / Methylmetacrtylat (MMA).

Zu letzterem gehört auch unser PMMA/MMA Prothesenmaterial megaCRYL.

Seit der Einführung in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts werden die Prothesenmaterialien von dieser Kunststoffart dominiert. Grund hierfür sind die hervorragenden physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften sowie die einfache Ver- und Bearbeitbarkeit von PMMA.

Das PMMA/MMA-System setzt sich aus einer Pulver- und Flüssigkeitskomponente zusammen.

Das Pulver besteht zu etwa 99 Prozent aus bereits vopolymerisierten Perlen und aus etwa 1 Proezent Farbpigmenten (Metalloxide/ -sulfide). Die Flüssigkeit enthält etwa 90 Prozent Methylmethacrylat (MMA) sowie verschiedene Vernetzer und Stabilisatoren (Inhibitoren).

Das monofunktionelle MMA der Flüssigkeit kann durch seine Dopplebindungen zu Ketten polymerisieren. Diese Reaktion wird durch sogenannten Initiatoren gestartet.

Bevor Initiatoren allerdings eine Reaktion starten können, müssen sie durch Einwirkung von Energie, z.B. aus Wärme, Licht oder aus Redoxsystemen, aktiviert werden. Aus diesem Grund ist der Initiator bestimmend für den jeweiligen Aushärteweg des Kunststoffes.

Unterschieden wird hierbei in Heiß- Kalt-/Auto, Licht- und Mikrowellenhärtung.
PMMA/MMA-Systeme sind entweder kalt- oder heißhärtend. Die eigentliche Aushärtung von Pulver und Flüssigkeit funktioniert dabei folgendermaßen:

Durch das Mischen von Pulver und Flüssigkeit entsteht ein Kunststoffteig.

Während der Anquellphase des Teigs dringt Monomer in die PMMA-Perlen des Pulvers ein und polymerisiert anschließen aus.

Dadurch bildet sich ein sich gegenseitig durchdringendes Netzwerk von Fadenmolekülen, d.h. die einzelnen Perlen werden fest miteinander verklebt.


KALT- versus Heißpolymerisate
Die ersten PMMA/MMA-Systeme wurden ausschließlich heiß gehärtet. Erst die Entwicklung geeigneter Inikatorsysteme ermöglichte die Kalt oder Selbstaushärtung von Kunststoffen aus PMMA und MMA.

Bedauerlicherweise standen Kalt- oder Autopolymerisate kurz nach ihrer Einführung in dem Ruf über eine deutlich schlechtere Farbstabilität sowie höheren Restmonomergehalt zu verfügen als Heißpolymerisate.

Verantwortlich für die schlechte Presse war das verwendete Initiatorsystem „Peroxid / tertiäres Armin“, da Amine mit der Zeit zur Gelbverfärbung neigen.

Moderne Kaltplymerisate wie unser megaCRYL benutzen „Kupferionen und eine modifizierte Barbitursäure als Reaktionsstarter.

Durch diese Veränderung konnten die genannten Schwachstellen vollständig eliminiert werden, so dass Kaltpolymere heute den Heißpolymeren im Bereich Farbstabilität und Restmonomergehalt in nichts nachstehen.

Der Restmonomergehalt von Kaltpolymerisaten liegt zwar direkt nach der Aushärtung mit ca. 3-4 % über dem von Heißplymerisaten (ca. 1,0%), doch bereits nach ca. 24 Stunden sinkt der Gehalt deutlich ab.

Durch eine Wasserlagerung kann der Restmonomergehalt bei herkömmlichen Werkstoffen auf ca. 0,8% reduziert werden.

Kaltpolymerisate lassen sich sowohl stopf/press-, injektions- als auch gießtechnisch verarbeiten, Heißpolymerisate ausschließlich mittels Stopf/Press- und Injektionstechnik.

Im Hinblick auf Einsatzmengen sind Prothesenkunststoffe heute die mit Abstand häufigsten verwendeten zahnmedizinischen Werkstoffe.

Dominiert wird dieser Bereich der Prothetik seit über 60 Jahren von den Polymethylmethacrylaten. Eigenschaften wie leichte Ver- und Bearbeitbarkeit machen diese Pulver-Flüssigkeits-Systeme zu idealen Prothesenmaterialien.

Entscheidend für die Leistungsfähigkeit eines Kunststoffes ist aber nicht nur das Material an sich, sondern im besonderen Maße die Verarbeitungstechnologie.

Heute stehen dem Zahntechniker verschiedene Verfahren, wie Stopf/Press-, Injektions- und Gießtechnik, zur Verfügung.

Durch eine optimale Abstimmung von Technologie und Werkstoff werden die bestmöglichen Eigenschaften der Prothesenkunststoffe sichergestellt.

Generell kann aber festgestellt werden, dass moderne Kaltpolymerisate, wie megaCRYL den Heißpolymerisaten bezüglich der Passgenauigkeit und an Polymerisationsfähigkeit überlegen sind.

Durch die Einarbeitung von vorpolymerisierten Microperlen bei megaCRYL reduzieren wir den Monomeraanteil (MMA) auf ein Minimum und kommen so zu den hervorragenden Eigenschaften die beispielsweise der ZTM Karl-Heinz Körholz ermittelt und in Fachberichten, beispeislweisee in der Quintessenz-Zahntechnik Ausgabe 03/2007 veröffentlicht hat.

Einsatzgebiete unserer Werkstoffe: Medizinprodukt Klasse lla Produkte

 

 

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